Chidi Kwubiri

Ich bin, weil du bist

Chidi Kwubiri zu Besuch bei Schülerinnen und Schülern des 10er MuKu-Kurses unserer Schule

Schülerinnen und Schüler des Musik/Kunst-Kurses der Jahrgangsstufe 10 unserer Schule haben sich inhaltlich und gestalterisch mit dem Misereor-Hungertuch 2017/2018 beschäftigt. (Die Idee dazu stammt aus der gleichen Aktion des Vinzenz-von-Paul-Berufskollegs. An dieser Stelle nochmals einen herzlichen Dank dafür!) In dem Motiv haben sie Themen wie Gemeinschaft, Zusammenhalt und Vertrauen erkannt.

Und weil wir immer auch andere Menschen als Gegenüber, Gesprächspartner oder auch Korrektiv brauchen, um unsere eigene Persönlichkeit auszubilden, haben unsere Schülerinnen und Schüler überlegt, was sie von Menschen, mit denen sie in Beziehung stehen, erwarten. Aufmerksamkeit, Gespräche, Vertrauen, Ehrlichkeit, Geborgenheit, Sympathie, Spaß, Loyalität und gemeinsames Erleben standen im Mittelpunkt der Erwartungen. Gestalterisch umgesetzt wurde dies in der Weiterführung des Hungertuchs durch Porträts der Schülerinnen und Schüler. In der Fastenzeit waren diese, zusammen mit den Porträts aus dem Vinzenz-von-Paul-Berufskolleg, in der Kirche Herz Jesu zu sehen.

Das war Anlass genug, Chidi Kwubiri einzuladen, den Künstler des Hungertuchs „Ich bin, weil du bist“.

In einer beeindruckenden Begegnung erzählte er von seinem Leben und der Bedeutung der Kunst für ihn. Schon von klein auf wusste er, dass er Künstler werden wollte. Beharrlich hat er sein Ziel verfolgt, nicht immer einfach in seiner nigerianischen Heimat. Seine Kindheit dort hat ihn auch in seinem Wirken sehr geprägt, denn in seiner Heimat trägt die Gemeinschaft des Dorfes gemeinsam die Verantwortung für die Kinder. Gemeinschaft hat seitdem einen hohen Stellenwert in seinem Leben und in der Thematik seiner Werke. Er weiß sich von Gott geleitet und begleitet und sieht in Gott seinen Ursprung. Davon lässt Chidi Kwubiri sich auch in seiner Kunst immer wieder leiten. In dieser stellt er auch den Menschen immer wieder in den Mittelpunkt. Stets ohne Haare, weil es um den Menschen an sich gehen soll und Äußeres nicht zählt. Auch weltpolitische Themen fließen in seine Werke ein.

Ein großes Interesse hat bei unseren Schülerinnen und Schülern auch seine Technik zu Malen, die Dripping-Technik, hervorgerufen. Sie hatten Respekt davor, dass er von seiner Kunst leben kann und wie selbstverständlich und mit wie viel Leidenschaft er diese umsetzt.

Chidi Kwubiri war beeindruckt von den Bildern der Schülerinnen und Schüler. Besonders gefreut hat alle sein Kompliment, dass er Potential in deren Arbeiten sieht. Mit einem Augenzwinkern schlug er in ein paar Jahren eine gemeinsame Ausstellung im „Museum of Modern Art“ in New York vor. Noch mehr beeindruckt waren unsere Schülerinnen und Schüler von ihm, seiner Kunst und seinem Erzählen über das, was ihm wichtig ist.

Wir danken Misereor, die diese Begegnung möglich gemacht haben. Ein Besuch, der uns nachhaltig in Erinnerung bleiben wird.

Britta Dallmanns und Alexandra Tümpel

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