1889

Die Vorläuferin der Luise-Hensel-Realschule wurde im Jahre 1889 als Mädchenmittelschule I gegründet. Bereits im Mai wurden dort über 260 Schülerinnen unterrichtet. Da es keine Grundschule wie heute gab, besuchten die Schülerinnen die Mädchenmittelschule von der 1. bis zur 7. Klasse und erhielten danach einen anerkannten Schulabschluss.

1891 - 1919

Die Zahl der Schülerinnen, die die Mädchenmittelschule besuchen wollten, stieg rapide an, sodass immer mehr Lehrpersonal eingestellt werden musste. Aufgrund der vielen Neuanmeldungen wurde schließlich 1891 die Mädchenrealschule II in der Jesuitenstraße errichtet. Das hatte jedoch zur Folge, dass die Schülerinnenzahl der Mädchenmittelschule I zeitweise sank. Im November 1905 zog die Mädchenmittelschule I in die Beeckstraße um. Die Schülerinnenzahl stieg und im Jahre 1914 besuchten schon wieder über 640 Schülerinnen die Schule, sodass das Schulgebäude immer wieder ausgebaut und erweitert werden musste. (Durch den 1. Weltkrieg war die Schule nicht unmittelbar betroffen.)

1919 – 1945

Im Oktober 1919 tritt Frau Johanna Paulus, die erste Schulleiterin, nach über 30-jähriger erfolgreicher Tätigkeit in den Ruhestand. Ostern 1921 werden die unteren Klassen abgebaut, da die vierjährige "Grundausbildung" eingeführt wird. Im September 1921 wird die Studienrätin, Frau Helmig, neue Lehrerin an der Schule, doch schon 1926 wird Frau Clementine Stentrup ihre Nachfolgerin. Zum ersten Mal wird auch eine Schreibhilfe für die Schulleitung eingestellt.

Im Schuljahr 1928/29 wird die Mädchenmittelschule II von der Eilfschornsteinstraße mit der Schule Beeckstraße zu einer Schule zusammen gelegt. Durch Geburtenrückgang kommt eine Krisenzeit für Schulen auf. Bedingt durch die schlechte wirtschaftliche Situation (Weltwirtschaftskrise) können es sich außerdem viele Eltern nicht mehr leisten, Schulgeld zu zahlen.

1929 wird die erste Aufbaurealschule gegründet, in der erstmals begabte Volksschülerinnen nach der 7. Klasse aufgenommen werden. Nach 1933 steigt die Schülerzahl stark an. Mit der Regierungsübernahme der Nationalsozialisten und dem Aufbau einer Diktatur ergeben sich für Lehrer, Eltern und Schüler nun ganz neue Probleme. Insbesondere der Kriegausbruch im Jahre 1939 bringt entscheidende Veränderungen für den Schulalltag mit sich. So muss der Unterricht nun in Vor- und Nachmittagsschichten erfolgen und der Schulhof wird mit Militär belegt. Außerdem zieht jetzt auch die Knabenmittelschule in das Gebäude Beeckstraße ein.

In den letzen Kriegsjahren wird Aachen durch zahlreiche Bombardierungen in großem Maße zerstört. Viele Gebäude stehen nicht mehr, die Einwohner werden evakuiert und das normale Leben kommt zum Erliegen.

1945 – 1970

Nach dem Kriegsende 1945 wird Frau Stentrup, die ehemalige Leiterin der Mädchenschule, beauftragt, das Mittelschulwesen in Aachen wieder aufzubauen. Das Gebäude der Knabenmittelschule in der Heinzenstraße wird notdürftig hergerichtet und dient auch der Mädchenmittelschule als provisorische Unterbringung. Im Januar 1946 wird der Unterricht in drei Schichten wieder aufgenommen.

1948/49 zählt die Schule 713 Schülerinnen und ist auf 2 Gebäude mit jeweils 6 Räumen verteilt. Nach erfolgreichem Aufbau des Mittelschulwesens in Aachen, scheidet Frau Stentrup 1950 aus dem Schuldienst aus. Im April 1953 zieht die Schule in das neue Schulgebäude in der Franzstraße ein. Schulleiterin wird Frau Johanna Gülpen. 1955 wird aufgrund der hohen Schülerinnenzahl die Teilung der Schule in 2 selbstständige Schulsysteme beschlossen.

338 Schülerinnen gehen mit 3 Aufbauklassen als Mädchenmittelschule II in die Eilfschornsteinstraße und die verbleibenden 696 Schülerinnen werden weiterhin im Neubau Franzstraße unterrichtet. Im Herbst 1959 beginnen Vorplanungen für ein neues Schulgebäude im Gillebachtal in Burtscheid für 750 Schülerinnen. Bereits im September 1963 beginnt der Unterricht im Neubau des Schulgebäudes Im Gillebachtal. 1964 feiern 685 Schülerinnen und 28 Lehrer/innen die 75-Jahrfeier der Schule mit einem großen Festakt in der Aula.

1970 – 2011

Im Dezember 1970 erhält die Mädchenmittelschule I endlich einen Namen: Luise-Hensel-Schule, Städtische Realschule für Mädchen. 1972 tritt Frau Gülpen in den Ruhestand und Herr Gerd Kalker wird neuer Schulleiter. Im Jahre 1973 werden mit den neuen 5. Klassen erstmals auch Jungen an der Schule aufgenommen. 1976 wird in der Luise-Hensel-Realschule die differenzierte Oberstufe eingeführt.

1988 scheidet Herr Kalker aus dem Schuldienst aus und Herr Laurenz van Treeck wird neuer Schulleiter der Luise-Hensel-Realschule. Im Jahre 2001 tritt Herr van Treeck in den Ruhestand und seine Nachfolgerin wird Frau Sibylle Reuß, die die Schule bis 2011 leitet. 2011 wird Herr Michael Höbig Schulleiter der Luise-Hensel-Schule.

  • phys_0061.jpg
  • bio_0232.jpg
  • kunst_0343.jpg
  • aachen_0028.jpg
  • schule_0196.jpg
  • kunst_0178.jpg
  • sport_0025.jpg
  • schule_0146.jpg
  • phys_0031.jpg
  • bio_0083.jpg
  • music_0208.jpg
  • handw_0198.jpg
  • mathe_0049.jpg
  • geo_0037.jpg
  • kunst_0113.jpg
  • music_0213.jpg