Der missio-Truck an der LHR - unsere Eindrücke

Vor Kurzem hatten wir, die Klasse 10c, das Glück, den missio-Truck zu besuchen. Ebenso haben wir einen Vortrag über Coltan-Gewinnung im Kongo und dessen Verwendung in unseren Handys gehört. Dabei haben wir viele neue Eindrücke gesammelt und Informationen über Dinge, die wir vorher nicht wussten oder erahnen konnten, bekommen.

Bevor wir euch und Ihnen unsere Eindrücke schildern, gibt es ein paar interessante Informationen, die man vorab wissen sollte.

Was ist der missio-Truck?

Der missio-Truck ist ein LKW, der die Flucht verschiedener kongolesischer junger Erwachsener mithilfe verschiedener Räume und einem Multimediasystem darstellt. In den Räumen werden die verschiedenen Stationen einer Flucht gezeigt. Dort kann man die Flucht miterleben und nachvollziehen. Außerdem stellt die Ausstellung beispielhafte Dienste kirchlicher Partner in den betroffenen Regionen vor, z.B. Soforthilfe, Empowerment, Trauma-Arbeit, Inklusionsförderung oder auch Schulbesuche.

Nun berichten wir euch und Ihnen von verschiedenen Eindrücken aus unserer Klasse:

„Bevor wir den Truck angeschaut haben, haben wir von einem Referenten einen Vortrag über den Coltan-Abbau im Ostkongo gehört. In einem Kurzfilm wurden die schrecklichen, kriegsähnlichen Zustände geschildert. Dies war für jede und jeden von uns neu und schockierend.

Es wurde beschrieben, dass täglich viele Menschen aufgrund des Machtringens um die Coltan-Minen sterben müssen. Viele Frauen und Kinder werden nachts aus ihren Dörfern gerissen, misshandelt und vergewaltigt. Der Vortrag war trotz der unangenehmen Bilder sehr interessant und hat einen definitiv zum Nachdenken angeregt.

Der Truck war ebenfalls sehr interessant. Es gab viele Einzelheiten, um uns eine Fluchtgeschichte so deutlich wie möglich vor Augen zu führen. Die Räume sind realitätsnah gestaltet und ein Audio-System hat uns dadurch geführt und sehr viele Informationen gegeben.“

„Mit einer Karte, die den Namen eines Flüchtlings und einen QR-Code trägt, schlüpft man in die Rolle dieses Flüchtlings und erledigt an einzelnen Stationen verschiedene Aufgaben. Zum Beispiel muss man sich drei Dinge aussuchen, die man auf seiner Flucht mitnehmen möchte. Es gab mehrere Spiel- und Hörstationen und Informationstafeln.

Mich persönlich hat der Truck zum Nachdenken angeregt und über die Möglichkeiten für Flüchtlinge in Deutschland informiert. Ich finde, es lohnt sich, den Truck in die Schule einzuladen, weil man sich gut informieren kann und sich die Situation der Flüchtlinge besser vorstellen kann. Im Truck kann man sich ein wenig in die Lage der Flüchtlinge hineinversetzen. Für mich hat sich der Besuch gelohnt und ich kann ihn nur weiterempfehlen.“

„Der Besuch des missio-Trucks hat uns verschiedene Eindrücke sammeln lassen, die manche von uns bis heute noch zum Nachdenken bringen. Die Einstellung vieler Schüler gegenüber flüchtenden Familien hat sich geändert. Wir haben erfahren, wie sich aus Not flüchtende Menschen fühlen, wie sie handeln und leiden.

Beim Gang durch den Truck haben wir viele Stationen einer Flucht selber nachempfinden können. Ich hätte auf eine Flucht zum Beispiel viele sinnlose Sachen mitgenommen, wichtige Sachen aber vergessen, z.B. hätte ich eine Flasche Wasser anstelle meines Zeugnisses mitgenommen. Dieses hätte ich in meinem Zufluchtsland aber dringend gebraucht, um arbeiten zu können.

Ich denke, dass es eine gute Idee ist, den misso-Truck an die Schule einzuladen, da er die Denkweise vieler Schüler positiv verändert hat. Man erfährt, wie Menschen sich auf der Flucht fühlen, wie sie handeln und am meisten, wie sehr sie leiden. Ich denke, dass wir alle aus diesem Grund helfen sollten, den Flüchtlingen ein Leben in Sicherheit zu ermöglichen.“

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